Kultur.Service Bamberg für Schulen und Kitas

KS:BAM präsentiert:

Nichts tut für immer weh


Ein Vielfaltsprojekt mit Philosophie, Rap und Tanz an der Martin-Wiesend-Schule Bamberg

Ausgehend vom Musikvideo der Sängerin Elif „Nichts tut für immer weh“ haben dreizehn Schüler:innen der Klasse 8a der Martin-Wiesend-Schule Bamberg in drei Wochen die Themen Schmerz, Bewältigung und Glück unterschiedlich bearbeitet. Zuerst kam Patrick Moos (Philosoph und freischaffender Künstler) in die Gruppe und sie besprachen in einem vertraulichen Rahmen die persönlichen Erfahrungen, skizzierten ihre Lebenserfahrungen anhand eines Farbverlaufs und erstellten verschiedene Songlines für einen Rap.

Darauf aufbauend bekamen die Schüler:innen die Möglichkeit, zusammen mit Johanna Knefelkamp (Tänzerin) die Körperarbeit in Form von tänzerischen Bewegungen die Themen gemeinsam auszugestalten. Anfangs war es etwas befremdlich für die Schüler:innen, über ihre Erfahrungen und Gefühle zu sprechen, sie künstlerisch darzustellen und dann sogar in Körperbewegungen auszudrücken. Doch der vertraute Rahmen, die professionellen, einfühlsamen Dozenten und das „sich Zeit lassen können“ verhalf den Schüler:innen, aus sich herauszugehen, vieles einfach zuzulassen und am Ende Spaß daran zu haben.

Die Schüler:innen entschieden sich die Tanzchoreographie nicht öffentlich aufzuführen, sondern filmen zu lassen. So entstand ein Projektvideo mit Interviews von allen Beteiligten, das die Schüler:innen als Erinnerung mitnehmen konnten.

 

Das Projekt hat bleibende Eindrücke bei den Schüler:innen und ihrem Lehrer hinterlassen:

• Die Schüler:innen durften selbst die Verantwortung übernehmen und bekamen so das Gefühl, etwas erreicht zu haben

• Thema „Schmerz“ ist bei den Schüler:innen ein allgegenwärtiges Thema, das in diesem Projekt Raum & Zeit gefunden hat

• Auseinandersetzung mit Herrn Moos & Bewertung als relevant empfundener Lebensereignisse regt zum Nachdenken an

• Schüler:innen entzerren schmerzhafte Erinnerungen, indem sie ihnen Farben zuordnen

• Meinungen / Ansichten der Schüler:innen waren zentrales Element der Gespräche

• Es wurden Erfahrungen mit Rap und Beats ermöglicht

• Alle Schüler:innen beteiligten sich mit individuellen Fähigkeiten / Stärken

• Schüler:innen durften selbst tanzen und die Choreographie entwickeln

• Umsetzung des Textes in Kombination mit der Tanzchoreografie

• Die Schüler:innen durften ihre eigene Meinung am Schluss im Interview sagen und erhalten ein professionelles Video

 

Konzeption: Nicole Uthe-Schlosser (KS:BAM)  I Finanzierung: KS:BAM