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Umgedreht

Ein Tanztheater in Zeiten von COVID-19

veröffentlicht am 24.06.2020

Die Krise der Corona-Pandemie belastet die Menschen auf allen Ebenen. Das komplette Land sowie unser kulturelles Leben stehen auf einmal still und kommen nur ganz langsam wieder in Gang. Die Münchner Tänzerinnen Paula Niehoff und Laura Saumweber haben gemeinsam mit dem Komponisten Florian Sonnleitner eine Tanztheater- Vorstellung erarbeitet, die auf die aktuellen Bedingungen ausgerichtet ist. Unter dem Titel „Umgedreht” wollen sie vor allem denjenigen Kultur vor die Haustüre bringen, die ganz besonders unter den andauernden Kontaktbeschränkungen leiden. Die Künstlerinnen spielen das 15-minütige Tanztheater auf Innenhöfen oder Vorplätzen, so dass die Zuschauer:innen von Balkonen oder geöffneten Fenstern teilhaben können. Wenn gewünscht, findet anschließend noch eine bewegende, aktivierende Interaktion mit den Zuschauer:innen statt. Bisher fanden Vorstellungen in München statt. Die beiden Tänzerinnen gehören dem contweedancecollective an, das mit dem CON Bamberg eine Basis hier in Bamberg hat. Daher bieten sie ihr Tanztheater auch für Bamberg an:

„Wir wollen durch unsere Tanzvorstellung einen Moment von Fröhlichkeit, Unbeschwertheit und buntem Miteinander zu den Menschen bringen. Auch im Rahmen von Social Distancing kann Kultur weiter blühen.”

Die Vorstellung ist von der aktuellen Ausnahmesituation inspiriert, in der ein normales Miteinander nicht mehr möglich ist. Die Welt steht auf dem Kopf, niemand weiß genau, wie es weiter geht und viele alltägliche Handlungen nur noch mit 1,5 Metern Sicherheitsabstand ausgeführt werden. Diese räumliche Distanz findet man während des Stückes in drei aufgezeichneten Kreisen zurück, welche die Tänzerinnen nicht mehr verlassen. Sie werden angetrieben von kreisenden Bewegungen, die nie zu enden scheinen. Das Leben muss eben doch weitergehen, auch wenn ungewöhnliche und unbekannte Richtungen eingeschlagen werden. Begleitet und geleitet von der Musik finden sich die beiden letztendlich in einer gemeinsamen Form, bewegen sich Volkstanz- ähnlich miteinander und erschaffen trotz körperlicher Distanz eine positive Leichtigkeit.

Räumliche Bedingungen:
Optimale Abmessung für die Performance wären rund 7x7m auf einem geteerten Vorplatz oder Innenhof, da die Tänzerinnen während des Tanztheaters mit Straßenkreiden drei Kreise auf den Boden zeichnen (5x5m = minimal, 7x7m = optimal). Diese Kreise symbolisieren zum Einen die improvisierte Bühne, haben zum Anderen zusätzlich einen pädagogischen Wert. Sie sollen die Zuschauer:innen auch in den Stunden und Tagen nach der Performance an dieses Erlebnis erinnern.
Alternativ gibt es die Möglichkeit, eine Rasenfläche zu bespielen. Hier würde ein spezielles Kreidespray für die Markierung der Kreise eingesetzt werden. Dieses hält circa 8-15 Tage, ist organisch abbaubar und lässt sich mit Wasser rückstandslos entfernen.

Technische Bedingungen:
Die Tänzerinnen bringen ihre eigene Musikanlage mit.

Kontakt:
Laura Saumweber: saumweber.laura@gmail.com und 0177 5656845
Paula Niehoff: mail@paula-niehoff.com und 0163 2112887

Video-Einblick in das Projekt:
https://vimeo.com/426713755

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